Worauf sollte ich beim Kauf eines Daypacks achten?

Zugegeben, die Wahl des richtigen Tagesrucksacks ist gar nicht mal so einfach. Die Auswahl ist gigantisch und jeder Hersteller und Ratgeber legt auf unterschiedliche Faktoren wert. Die Rucksäcke glänzen alle mit unterschiedlichen Features und Funktionen, Design und Material. Am Ende zählt dann doch, welcher Rucksack deinen Ansprüchen genügt. Wir geben dir ein paar wichtige Fragen an die Hand, die dir bei der Wahl des richtigen Daypack-Rucksacks helfen werden.

Welcher Daypack ist der Richtige für mich?

Um diese Frage zu beantworten, musst du dir als allererstes Gedanken darum machen, wofür du deinen Tagesrucksack eigentlich brauchst. Es gibt Allrounder-Modelle, die wirklich für fast alle Anlässe und Tagestouren geeignet sind. Wenn du den Rucksack aber für eine bestimmte Aktivität brauchst, dann macht es Sinn, die Eigenschaften auch entsprechend auszuwählen.

Der Everyday-Alltags-Daypack

Egal, ob zur Uni, in die Schule oder, wo du auch sonst jeden Tag hinfährst und das wichtigste im Gepäck haben willst – der Everyday-Daypack ist dein bester Freund im Alltag. Ob mit Bahn, Auto, Fahrrad oder zu Fuß – mit diesem Rucksack hast du die Hände frei und kannst dich auf die wichtigen Dinge im Alltag konzentrieren.

Der Alltags-Daypack bietet genügend Stauraum für Laptop, Lunchpaket, Bücher, Jacke, Sportkleidung und was du sonst noch so brauchst, um den Tag zu überstehen. Durch das durchdachte Fächersystem hast du die wichtigen Dinge immer zur Stelle und musst nicht lange kramen und suchen. Dieser Daypack glänzt mit coolem Design und einer riesigen Auswahl an Farben und Formen. Auf diese Weise sieht er gut aus und vervollständigt dein Outfit.

Der Outdoor-Daypack

Dieser Daypack eignet sich am besten für alles, was draußen stattfindet. Ob es jetzt ein Ausflug in den Freizeit- oder Tierpark mit der ganzen Familie ist oder eine 20km Wanderung mit deinem Partner im nächstgelegenen Naturpark.

Der Outdoor-Daypack zeichnet sich vor allem durch eine gute Verarbeitung und robuste und hochwertige Materialien aus. Ihm kannst du unterwegs einiges zumuten und ihn als perfekte Ergänzung zu deinem Haupt-Gepäckstück nehmen. Er schützt dich durch das wasserabweisende Obermaterial oder die integrierte Regenhülle vor spontanen Wetter-Überraschungen und bietet genug Platz für Proviant und ggf. Wechselklamotten.

Der All-In-One-Daypack

Dieser Tagesrucksack bietet das Komplett-Paket für Minimalisten. Er eignet sich sowohl für den Alltag in Uni und Beruf, als auch für Tagestrips in die Natur.

Das Design steht hier zwar eventuell eher im Hintergrund, dafür wird viel Wert auf Flexibilität, Robustheit und Vielseitigkeit. Mit dem All-in-One hast du einen Rucksack für jegliche Tagestouren und Alltags-Aktivitäten. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr.

Welche Eigenschaften sollte mein Daypack haben?

Beim Kauf eines Tagesrucksacks solltest du auf folgende Eigenschaften besonders achten:

Material

Je nach Verwendung spielt das Material bei Tagesrucksäcken eine unterschiedlich große Rolle. Hierbei solltest du dir zuallererst die Frage stellen, wie oft du deinen Rucksack benötigst und wofür. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Daypacks i.d.R. häufig in Gebrauch und werden im Alltag vielfältig eingesetzt. Ein unempfindliches Material und am besten auch eine dunklere Farbe, auf der man nicht gleich jeden Fleck sieht, bieten sich also absolut an! Empfehlenswert sind z.B. Materialien wie hochwertiger Polyester oder Ripstop-Nylon.

Verarbeitung & Qualität

Die Verarbeitung und Qualität zählt zu den wichtigsten Eigenschaften, auf die du beim Kauf deines Daypacks achten solltest. Und hierbei gilt nicht „Je teurer, desto besser“ – auch viele im Verhältnis günstigere Rucksäcke sind gut verarbeitet und bieten eine ausreichende Qualität. Je nach dem, wofür du deinen Rucksack nutzen möchtest, lohnt es sich manchmal auch, das teurere aber besser verarbeitete Produkt zu wählen. Hier punktet insgesamt ein ausgeglichenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Du weißt nicht, wie du die Qualität am besten beurteilen kannst? Dann lohnt sich oft eine persönliche Beratung. Alternativ findest du hier auf der Seite auch unsere Daypack-Empfehlungen, die dir sicher weiterhelfen! Erste Anhaltspunkte sind eigentlich immer: Wie funktionieren die Reißverschlüsse? Sind die Schnallen aus hochwertigem Material und lassen sie sich gut verstellen? Wie fühlt sich das Obermaterial an? Sind die Innentaschen gut gefüttert?

Trage- & Lüftungssystem

Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn du deinen Daypack nicht nur für mal eben in die Stadt oder zur Uni benutzt. Wenn du vorhast, damit auch mal längere Radtouren oder Wanderungen zu machen, dann sollte der Rucksack auch gut sitzen. Ausgefeilte Trage- und Lüftungssysteme erhöhen dabei den Komfort und sorgen dafür, dass dir dein Rucksack auch auf anspruchsvollen Touren nicht zur Last fällt. Achte auf jeden Fall darauf, dass du deinen neuen Rucksack zu Beginn einmal richtig einstellst, sodass er gut am Rücken anliegt und nicht zu hoch und nicht zu tief sitzt. Das Gewicht sollte zum großen Teil auf deinen Hüften lasten, nicht auf deinen Schultern.

Verteilung & Zugriff

Ab einer Größe von 20l sollte der Rucksack definitiv aus mehr als einem Fach bestehen. Heutzutage haben selbst die kleinsten Rucksäcke oft mindestens eine weitere Innentasche. Und das aus gutem Grund: Auch, wenn du deinen Tagesrucksack nur für kleinere Unternehmungen benötigst, bietet die Aufteilung in unterschiedlich große Fächer dir die Möglichkeit z.B. deinen Schlüssel weit weg von deinem Handy zu platzieren, dir eine Wasserflasche in die Seitentasche zu stecken oder deinen Laptop separat zu deinem Lunchpaket für die Arbeit zu verstauen. Wir raten hier definitiv, einen Rucksack zu nehmen, der vor allem im Innenbereich mehrere Fächer hat, sodass du dich perfekt sortieren kannst und dein Rucksack gut organisiert ist.

Wasserdichte & Regenschutz

Entweder, du wählst einen Rucksack mit hochwertigem und wasserabweisendem Material. Da diese Materialien jedoch oft preislich höher eingestuft werden, entscheiden sich viele für die Alternative: einen Regenschutz. Hierzu zählen sog. Regenhüllen bzw. Regenüberzüge. Das ist quasi wie eine Regenjacke für Rucksäcke. Manchmal -vor allem bei Trekking- und Wanderrucksäcken- ist so eine Regenhülle bereits inklusive. Ansonsten kannst du dir auch separat eine passende Hülle für deinen Rucksack bestellen. Lies hier, was du noch zum Thema Wasserdichte wissen solltest.

Weitere Features

Dein Tagesrucksack kann auch noch mit weiteren Features und Gadgets ausgestattet werden. Wenn du beispielsweise lange und ausgiebige Wanderungen planst, bietet sich ein Trinksystem bzw. eine Trinkblase an. Dann musst du deinen Rucksack nicht immer absetzen, wenn du Durst hast. Für Outdoor-Aktivitäten lohnen sich auch äußere Features wie zum Beispiel Befestigungen für Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack, Gehstock etc. Aber auch das Design kann ein zusätzliches Feature darstellen. Manche Daypacks sind eher praktisch veranlagt, während andere wiederum echt stylisch aussehen und perfekt für Fashionisters und Stilbewusste sind. Im Endeffekt hast du die Qual der Wahl, wir helfen dir dabei!

 

Wie erkenne ich einen guten Daypack-Rucksack?

Ja, was macht einen guten Daypack eigentlich aus? Hierbei kannst du dich gerne an den oben genannten Eigenschaften orientieren. Mach dir am besten eine grobe Liste mit Eigenschaften und Features, die für dich persönlich wichtig sind und halte bei deiner Suche gezielt danach Ausschau. Das Angebot erschlägt. Deswegen ist es immer gut, sich schon vorher zu informieren und sich dann mit einem groben Plan in die Suche nach dem perfekten Daypack zu stürzen.

Du solltest dir vor dem Kauf einmal nacheinander folgende Fragen stellen:

Was habe ich vor?

Wie viel möchte ich mitnehmen?

Welche Eigenschaften und Features sind mir wichtig?

Welche Passform ist die Richtige?

 

Zum Schluss spielen dann noch Preis und Qualität eine nicht unbedeutende Rolle. Man versucht natürlich immer, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu ergattern und glaub uns: Es muss nicht immer der teuerste Rucksack sein. Es ist eben nicht immer je teurer, desto besser. 

Unser Tipp zum Thema Qualität

Vielleicht bist du absoluter Neuling an der Rucksack-Front und fragst dich jetzt, wie zum Teufel du denn einen qualitativ hochwertigen Rucksack erkennen kannst. Nun hier gilt die Devise: Probieren geht über Studieren! Also: Teste den Rucksack auf Herz und Nieren. Mach die Reißverschlüsse auf und zu, zieh am Obermaterial -es sollten sich keine unebenen Maschen bilden beim Dehnen-, fass einmal in alle Taschen rein und trage deine wichtigsten Alltags-Gadgets einmal durch deine Wohnung. So erkennst du auch als Anfänger, ob der Backpack die entsprechende Qualität hat. Und, wenn du dir dann immer noch unsicher bist, dann kannst du dich immer noch persönlich beraten lassen in einem Outdoor-Shop in deiner Nähe. Aber das gute beim Online bestellen ist ja mittlerweile: Wenn der Rucksack nicht passt, kannst du ihn immer zurückschicken.

Was macht einen Rucksack wasserdicht?

Viele sprechen beim Kauf davon, dass der Rucksack unbedingt wasserdicht sein soll. Völlig verständlich. Besonders, wenn du vorhast, mit deinem Daypack viele Outdoor-Aktivitäten zu unternehmen oder elektronische Geräte wie Laptop oder Kamera transportieren möchtest. Dann sollte es am besten kein Tropfen Wasser in den Innenraum des Backpacks schaffen. Jedoch sind Rucksäcke in der Realität oft doch nicht zu 100% wasserdicht. Jeder Rucksack hat Schwachstellen wie Reißverschlüsse, Außentaschen oder Belüftungssysteme, die es so gut wie unmöglich machen, dass das Gehäuse jedem Regen standhalten kann.

Es gibt allerdings ein bis zwei Dinge, auf die du diesbezüglich trotzdem achten kannst:

Wasserabweisendes Material

Es gibt Materialien, die eignen sich eher als andere für einen ausgiebigen Spaziergang im Regen. Achte beim Kauf darauf, dass dein Rucksack aus einem robusten Material hergestellt ist, das wasserabweisend ist (z.B. Ripstop-Nylon, Polyester oder Tarpaulin). Für noch weniger Durchlässigkeit eignen sich getapede oder verschweißte Nähte.

Tipp Nr.1: Wenn dir das Thema Wasserdichte wichtig ist, dann ziehe auf jeden Fall einen sog. „Rolltop“-Rucksack in Betracht, bei dem du keinen Reißverschluss als Öffnung hast, sondern das Material zusammenrollst und dann mit einer Schnalle verschließt.

Tipp Nr.2: Mit Rucksäcken ist es wie mit Schuhen. Die sind ja meistens auch nicht 100%ig wasserdicht. Auch die robustesten Wanderschuhe halten keinem reißenden Fluss stand. Was du aber machen kannst, ist, sie vorher gründlich imprägnieren. Solche Imprägniersprays gibt es auch für Rucksäcke – lohnt sich!

Externer Regenschutz

Da Rucksäcke, die sich mit dem Wort „wasserdicht“ schmücken, häufig deutlich teurer sind, kannst du alternativ auch eine oben schon erwähnte Regenhülle kaufen. Die gibt es in vielen Formen und Farben. Manchmal sind sie auch bei der Rucksack-Ausstattung inkludiert. Die Regenhülle stülpst du bei Regen einfach über den Rucksack und schützt so auch die durchlässigeren Stellen wie Reißverschlüsse und Öffnungen vor dem Wassereindringen. Dann hängst du es um Trocknen und verstaust es bei schönem Wetter wieder in einer gut zugänglichen Seitentasche. Keine Angst, die Dinger nehmen nicht viel Platz weg und sind ausgesprochen nützlich!

Tipp: Wenn der Regen mal überraschend kommt, lohnt es sich, vorbereitet zu sein – besonders für Wertsachen und elektronische Geräte. Pack diese wertvollen Gegenstände am besten vorher schon in eine wasserdichte Tüte und wickle sie gut ein, damit sie sicher sind.

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